Banner

Abnehmen ohne Yoyo-Effekt

Natürlich gesund schlank werden - und bleiben!





gesundes Gemüse Dann solltest du jetzt weiterlesen. Du findest sicher manchen brauchbaren Tipp. Denke aber beim Lesen daran: So wie auch diese Lektüre nicht immer ganz bierernst gemeint ist, so solltest auch du immer mit dem nötigen Spaß und einer Portion Humor an die Sache gehen! Wenn auch bei einer Diät die Portionen manchmal etwas kleiner als gewünscht ausfallen - am Humor brauchst du niemals sparen! Er ist die wahre Würze des Lebens!

Weniger ist manchmal mehr...

brauchen Veganer Zusatznährstoffe? Hättest du dir diesen Text vor hundert Jahren vorgenommen, dann würdest du hier jetzt wohl Tipps finden, wie du erfolgreich zunehmen kannst. Dann hätte der Titel wohl gelautet: „Mit welchen Nahrungsmitteln du es schaffst so richtig schön rund und gesund auszusehen“ Die Mode war halt eine völlig andere zu der Zeit. Nicht nur was die Körperfülle anging, sondern auch die Kleidung, die Frisuren, das Make-up und damit das komplette Körpergefühl.

Wie das aber so ist mit der Mode – Was heute schön ist (oder als schön proklamiert wird) das ist morgen schon wieder out. Um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, müssen wir ganz schön auf Zack sein und jedem Trend eilig hinterherhetzen. Kaum haben wir den Kleiderschrank vollgestopft mit den aktuellen Trends, da ist schon wieder was anderes angesagt. Also wieder losrennen und brav tun was uns die Werbung diktiert.

Eigentlich müsste uns ja allein schon diese Anstrengung rank und schlank halten.
Sollte man meinen – ist aber nicht so. Seh´ ich im Spiegel ja auch selbst jeden Morgen.
Nun denn – jedesmal wenn sich die Anzeige der Waage dann gefährlich dem Ende der magischen XXXS-Grenze nähert, geraten wir tierisch in Panik und schmeißen unser sauer verdientes Geld den Fitnesstudios, Ernährungsberatern, Pharmaindustrie, Korsagenschneidern und Beautyfarmen in den Rachen. Die freuen sich dann über den fetten Geldsegen und diktieren für die Zukunft die "Ideal"-Kleidergrößen noch mal zwei Nummern runter...

Jetzt hast du zwei Möglichkeiten:
Entweder du liest nur bis hierher und sagst dir: Genau so ist es! Ich bin schön so wie ich bin und ich sehe nicht länger ein jeden albernen Trend mitzumachen, nur um auf meine Kosten eine ganze Industrie, die vom Schönheitswahn gut lebt, am Leben zu erhalten.

Oder aber du sagst dir:
Das stimmt zwar, aber mein Problem ist doch etwas schwerwiegender und ich komme um eine Diät nicht herum.
In dem Fall bedanke ich mich für die Ehre, dass du ausgerechnet mich zu Rate ziehst und sage dann mal: Ran an die Wurst – ähhh, ne – ran an den Speck...an die Buletten...
...Also wirklich, gibt es eigentlich gar keine Redensart, die nicht im übertragenen Sinne irgendwas mit Essen zu tun hat?

Ran an den Speck...

Hast du gesehen? Alle die Redensarten, auf die ich gerade angespielt haben, haben immer was damit zu tun, dass ein Problem oder eine Aufgabe angepackt werden soll, indem man erst mal anfängt was zu essen.
Ist doch schon mal komisch, oder? Woher kommt das? In einem Land, das Kleidergröße XXS als Maßstab aller Dinge setzt?

Die Redensarten stammen aus einer Zeit, als Deutschland nach dem Krieg sich im Wiederaufbau befand und es den meisten Menschen nicht so gut ging wie heute. Bei Weitem Nicht. Wenn man zu einer Festlichkeit eingeladen war und es hieß „Ran an die Buletten“, dann wurde dem Gast damit eine außergewöhnliche Ehre zuteil. Fleisch war noch kein Billigangebot wie heute, sondern etwas Außergewöhnliches. Wurst und Butter ebenfalls. Man aß sie an Feiertagen und nur zu besonderen Anlässen und daher wurde man davon auch nicht dick. Die Hauptnahrungsmittel bestanden aus Gemüse, Kartoffeln und Brot. Darüber hinaus war die Welt noch nicht so technisiert wie heute und die Menschen bewegten sich viel mehr. Übergewichtige Menschen gab es kaum.

Das ist heute anders, die Redensarten aber sind geblieben. Geblieben ist auch unsere Vorliebe für diese fetten Lebensmittel. Da sie heute spottbillig sind, essen wir sie täglich und ergänzen sie noch mit Limonaden und Kartoffelchips.
Alles Superdickmacher und super ungesund. Weißt du alles schon. Ist klar.
Dass bei jeder Diät erst mal die Änderung der Essgewohnheiten im Vordergrund steht, weißt du natürlich auch.
Ist auch klar? Natürlich? Und dann Gymnastik, Sport, Jogging und all die anstrengenden Dinge, vor denen dir jetzt schon graut?

Genau so wird es kommen! Verlasse dich drauf. Dies ist zwar wahrscheinlich der x-ste Diätratgeber, den du in die Hand nimmst, aber auch hier findest du keine Wundermittel die das Abnehmen leicht machen oder Tipps für Pillen, die du schluckst und dabei einfach weiterleben kannst wie bisher.

Dennoch setzte ich hier noch eine andere Bedingung ganz an den Anfang. Der beste Ernährungsratgeber und Trainingsplan nützt dir überhaupt gar nichts, wenn es nicht vorher in deinem Kopf schon Klick gemacht hat. Wenn du noch immer nach der einfachsten Methode suchst, dann hat es offensichtlich noch nicht Klick gemacht bei dir.



Der Yoyo-Effekt ...

Was verbirgt sich eigentlich hinter diesem netten Wort? Hört sich eigentlich doch gar nicht schlimm an und klingt nach Kinderspiel. Tatsächlich ist der Yoyo Namensgeber für den Effekt, der eintreten kann, wenn du es mit dem Abnehmen falsch anstellst. Wenn du also viel zu schnell und ungesund abnimmst zum Beispiel. Dann passiert nämlich Folgendes: So wie der Yoyo ständig auf und ab schnellt, so verhält es sich auch mit deinem Gewicht. Du nimmst erst mal rapide ab und freust dir ein Bein ab deswegen. Dann beginnst du wieder „normal“ zu essen und nimmst schneller zu als vorher.

Wenn du dann die nächste Diät startest, bewegt es sich wieder runter und schließlich ständig auf und ab, wobei das neue Endgewicht oft noch höher ist als das Ausgangsgewicht vor deiner ersten Diät. Echt deprimierend so was!

Woran liegt das eigentlich? >

Bei einer „Blitzdiät“ nimmt dein Körper erst mal gar nicht so viel Fett ab, wie du dir erhoffst. Er verliert aber viel Wasser und statt Körperfett wird Muskelmasse abgebaut. Das macht sich zwar auf der Waage bemerkbar, ist aber leider kein Grund zur Freude. Dazu kommt, dass dein Körper, der jetzt ja leichter ist, einen geringeren Grundumsatz hat als vorher. Das heißt, als leichterer Mensch brauchst du nun noch weniger Nahrung als vorher.

Selbst wenn du nach dieser Blitzdiät auch weniger als zuvor isst, nimmst du trotzdem noch schneller zu davon. Gemeinerweise ersetzt du mit der Nahrung aber nicht die zuvor abgebaute Muskelmasse, sondern füllst die Fettzellen noch weiter auf damit. Also erreichst du genau das Gegenteil von dem, was du eigentlich wolltest. Logisch, wenn man es weiß, oder?>

Also heißt die Devise: Wer langsam geht kommt auch zum Ziel. Ein Kinderspiel ist der Kampf gegen den Yoyo-Effekt also ganz und gar nicht. Aber kein Grund zu verzagen. Beständigkeit und Konsequenz sind seine größten Feinde.

Durch eine nachhaltige, positive Änderung deiner Lebens- und Essgewohnheiten kannst du den blöden Effekt schon mal in den Griff bekommen. Das heißt für dich aber nicht nur die Essbremse zu treten, sondern gleichzeitig auf ausreichende Bewegung zu achten. Es ist nämlich so, dass Sport tatsächlich wichtiger ist bei einer Abnehm-Kur als die Einhaltung zu strenger Diätregeln. Immer vorausgesetzt, dass du den Sport kontinuierlich betreibst, in deinen künftigen Lebensrhythmus als festen Bestandteil mit einbeziehst und das auch durchhältst. Aber dazu kommen wir noch.

Gutes Essen ist ein Genuss!...

vegane Kuchen und Torten Das eine muss ich noch sagen, bevor wir hier auf Essensentzug und Trimmdichpfad gehen: Essen ist was Tolles! Nicht dass du denkst, ich würde dir jetzt in diesem Buch das Essen generell madig machen wollen. Das wäre nämlich ganz sicher der völlig falsche Weg. Essen abzulehnen und sogar einen Ekel davor zu empfinden führt in eine krankhafte Essstörung. Daraus können sich Magersucht und Bulimie entwickeln. Es geht nur darum, einen neuen Umgang damit zu erlernen. Ich will dir beibringen, das Essen wirklich zu genießen!
„Ach so?“ höre ich dich denken: „ Hat der nicht eben noch was von Disziplin und Askese geredet? Und jetzt soll ich lernen, mein Essen zu genießen? Tu´ ich doch! Viel zu sehr! Das gerade ist ja mein Problem!“



Nein – ist es nicht!
Ich sage es dir nochmal: Nicht das Essen ist dein Problem, sondern allein der Umgang damit. Und dass du es eben nicht genießt! Wäre dir klar, was Genuss bedeutet hättest du kein Problem damit. Genießen heißt nicht, maßlos etwas in sich hineinzustopfen nur weil es so lecker ist und man halt nicht widerstehen kann. Und mal ganz ehrlich: Fast-Food, Limonade, Chips und Süßkram haben mit Genuss echt absolut gar nichts zu tun. Wenn der Scheiß dir schmeckt, befolgst du damit einfach nur brav die Anweisungen eines Wirtschaftszweiges, der dich mit geschickter Werbung und jeder Menge ungesunder Geschmacksverstärker dazu bringen will den Scheiß zu fressen und dein gutes Geld dafür zu verjubeln. Das selbe gilt auch für Fertiggerichte, Tütensuppen und Mikrowellenfraß. Damit wird man zwar unbestritten satt und lecker ist der ganze Mist manchmal sogar auch, aber mit gesunder Ernährung hat das nichts zu tun.

Genießen heißt auch zu wissen, wann man satt ist. Ein gesunder Magen spürt das und meldet sich mit Sättigungsgefühl. Ein ständig zugestopfter Magen hingegen verliert diese Fähigkeit und verlangt stets nach mehr. Auch das ist ein Grund für den Yoyo-Effekt. Aber auch diese Funktion kannst du mit einem neuen Essverhalten zurück gewinnen. Um Essen mit allen Sinnen genießen zu können, muss man sich bereits bei seiner Zubereitung mit den Zutaten befassen. Das beginnt bereits bei der Planung und beim Einkauf an der Ladentheke.

Um zu wissen, was gut für dich ist, musst du wissen welche Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Ballaststoffe dein Körper braucht. Dass dämliche Kalorienzählen lassen wir mal weg. Auch wenn dich das wundert. Das hast du wahrscheinlich nach den vielen Diäten, die du schon ausprobiert hast, längst drauf und es hat dir nie was gebracht.

Also – statt dich mit fetten Zahlen rumzuärgern beschäftige dich lieber mit der Leichtigkeit des Genießens! Das macht Freude! Und alles was Freude macht, macht beinahe automatisch schon schlank – oder zumindest schlanker. Dazu erzähle ich dir jetzt mal etwas mehr. Na - neugierig geworden? Jetzt habe ich dir hoffentlich Hunger auf mehr Infos gemacht. Lebenshunger!



Nimm´s leicht – das Leben ist schon schwer genug!...

Was das Wortspiel schon wieder soll? Du würdest ja gerne alles auf die leichte Schulter nehmen? Warum tust du es dann nicht? Kennst du die Dinge, die dir das Leben schwer machen überhaupt? Ich meine – außer den Pölsterchen auf deinen Hüften? Nein? Ich sag´s dir. Aber zuerst packst du jetzt deine dämliche Waage und die bekloppten Kolorientabellen und schmeißt sie aus dem Fenster!!! Die machen nämlich bloß ständig ein schlechtes Gewissen und damit das Leben noch schwerer als es ja schon ist. Was dir also klar sein sollte, bevor du wieder mit irgendeiner Null-acht-fuffzehn-Diät beginnst: Was macht dir eigentlich so schwer zu schaffen?

Es gibt immer einen Grund für Übergewicht. Das liegt aber beileibe nicht allein am Essen! Übergewicht kann viele Gründe haben. Genau so wie du eine Krankheit auch nur mit den Therapien bekämpfen würdest, die auf diese Krankheit passen, so musst du auch erst mal wissen, was dich eigentlich dick gemacht hat, um dein passendes Abnehmprogramm zu finden. Du würdest ja zum Beispiel auch keine Abführmittel schlucken, wenn du dir das Bein gebrochen hast. In nenne dir hier jetzt mal ein paar mögliche Gründe, die ganz schön dick machen können. Ob und welcher davon auf dich zutrifft, musst du herausfinden. Aber ich denke, nach diesen Worten wird dir das leicht fallen.

Bist du dick, weil du schon immer dick warst? Schon als Kind? Waren auch deine Eltern schon dick und das liegt bei euch sozusagen in der Familie? Dann könnte es natürlich an der Veranlagung liegen. Es ist leider so, dass manche Menschen schneller ansetzten und andere unverschämtes Glück haben und scheinbar in sich reinstopfen können, was sie wollen ohne ein Gramm Fett anzusetzten. Noch wahrscheinlicher ist aber, dass du leider schon von Kindesbeinen an an falsches Essverhalten gewöhnt worden bist. Dicke Eltern haben fast immer auch dicke Kinder, weil sie dem Nachwuchs das gleiche falsche Zeugs reinfuttern wie sich selbst. Eltern haben bekanntlich Vorbildcharakter – auch wenn es schlechte Vorbilder sind. Das darfst du dann aber nicht als Entschuldigung nehmen! Ne, ne – das gilt nicht! Jetzt bist du nämlich groß und selbst für dich verantwortlich. Wenn das auf dich zutrifft, wirst du dein komplettes Essverhalten überarbeiten müssen. Vom Frühstück bis zum Abendessen und natürlich auch alles was so an Schnuckereien noch dazwischen kommt.

Oder aber könnte ein psychisches Problem die Ursache sein? Hast du ein gewichtiges Problem, das du mit dir herumschleppst? Vielen unglücklichen Menschen geht es so, dass sie ihre Traurigkeit und ihren Mangel an Zuwendung mit Leckereien kompensieren. Ist es vielleicht der Versuch, dir dein Leben mit gutem Essen etwas zu versüßen? Auch in diesem Falle wirst du dein Leben ändern müssen. Die beste Diät der Welt wird dir nichts nützen, wenn die ursächlichen Probleme, die dein Übergewicht hervorgerufen haben, nicht aus der Welt sind! Warst du vielleicht ein schlankes Kind und du hast geheiratet? Bist du kurz nach der Hochzeit auseinandergegangen wie ein Pfannekuchen? Oder nach der ersten Schwangerschaft? Das Problem haben total viele frisch Verheiratete. Hast du vielleicht selbst schon oft beobachtet. Dass ganz junge Leute bohnenstangenschlank sind und dann wenige Jahre nach der Hochzeit aussehen wie ihre eigenen Großeltern. Das liegt zumindest zum Teil daran, dass für unheimlich viele Menschen die aktive, spannende, aufregende Zeit in ihrem Leben damit zuende ist. Klar ist man immer noch mit anstrengenden Dingen beschäftigt wie Kindergroßziehen, Haus bauen und so. Da kannst du dich abrackern wie blöde – davon nimmst du aber kein Gramm ab!



Lass es dir gesagt sein - in dem Falle ist dein Übergewicht eine Lebenseinstellung und reine Kopfsache. Du hast das Gefühl, eine wichtige Phase deines Lebens abgeschlossen zu haben. Schule, Studium und Ausbildung hast du hinter dir. Die wilden Jahre sind vorbei! Du stehst mit beiden Beinen fest im Leben, bist abgesichert, die Familie ist gegründet – da kannst du dich ja fein zur Ruhe setzten? Von wegen! Dafür bist du viel zu jung! Finde zurück zu den tollen Dingen, die dich früher so rank und schlank gehalten haben! In der Disco mal die ganze Nacht abzappeln und am nächsten Tag mit dem Freunden auf Tour gehen? Warum denn nicht? Mach doch einfach mal wieder was du willst! Also los! Raus aus den Puschen!

Dein Problem ist nur so lange wirklich schwer, wie du es nicht erkennst. Es ist wie beim Sport, oder beim Fußball meinetwegen: Einen Gegner, den man kennt, kann man genau studieren. Macht dein Gegner diesen oder jenen Schachzug, dann konterst du dementsprechend. Deine Hauptwaffe im Kampf gegen dein Übergewicht ist also dass du die Ursache kennst. Und dann noch etwas: Lebensfreude!

Lebensfreude, Lebenshunger, Lebenslust – nenne es wie du willst – aber lebe danach! Ich habe dir in meinen anderen Ratgebern schon erzählt, wie du es schaffen kannst ein zufriedenes, glückliches und ausgefülltes Leben zu leben. Wenn du nur diese Linie in deinem eigenen Leben gefunden hast, wenn du weißt, was dich glücklich macht und du deinen Alltag daran ausrichten kannst, dann ergibt sich das mit der schlanken Linie beinahe von selbst. Ein positives Lebensgefühl liefert dir ganz einfach die Power, die du brauchst, um dieses Ziel anzupacken. Ob es dir gut geht verrät dir schließlich nicht die Waage, sondern dein Lebensgefühl. Haben wir uns verstanden? Schön! Dann auf in den Kampf!

Du bist was du isst...

Kirschblüte Du hast den Satz sicher auch schon mal gehört. Da ist ´ne Menge dran, sag ich dir! Dein Verdauungstrakt ist von Natur aus darauf angelegt Gemischtkost zu verarbeiten.
Das heißt, überwiegend Obst und Gemüse. Am besten roh. Setze frische Salate unbedingt auf deinen Speiseplan, wenn du es nicht schon getan hast. Komm´mir jetzt nicht mit Sprüchen wie: Ich bin doch kein Karnickel... Entgegen unserer Gewohnheiten braucht man nicht täglich eine warme Mahlzeit. Das ist nur einfach eine schöne Sache. Für die Seele ist es ganz sicher gut, sich einmal am Tag mit der Familie zusammen an den Tisch zu setzten und gemeinsam zu essen. Das gehört zum Wohlbefinden und zur Stärkung der Bindung einer Gruppe untereinander auch einfach dazu. Schließlich hält Essen ja Leib und Seele zusammen und Liebe geht bekanntlich auch durch den Magen.

Dann solltet ihr beim Essen aber auch die Gelegenheit nutzen miteinander zu reden. Ruhig auch mal mit vollem Mund. Das macht nix. Der früher geläufige Spruch: Beim Essen redet man nicht, ist dummes Zeug, finde ich. Was ebenfalls noch für das gemeinsame warme Mahl spricht, ist die Tatsache, dass es völlig ungesund ist, sich irgendetwas Essbares zwischen durch bei Bedarf einfach achtlos in den Mund zu schieben. Das gilt auch für übermäßigen Fastfood-Genuss. Essen sollte keine achtlose Angelegenheit sein, sondern mit Bedacht statt finden. Das fängt schon bei der Zubereitung an. Sogar schon beim Einkauf der Zutaten und davor bei der Überlegung: Was soll ich heute kochen und was brauche ich dafür?

Mache ruhig eine Zeremonie daraus. Essen ist schließlich neben Schlafen und Atmen existenziell wichtig für dich. Grund genug, dieser tollen Angelegenheit den Wert zu geben, die sie verdient! In früheren Zeiten hat die Zubereitung der Mahlzeiten Stunden in Anspruch genommen. Heute machen wir uns nur noch ganz selten und nur in Ausnahmefällen noch die Mühe. Das ist sehr schade und ungesund zu gleich. Du solltest dir mal darüber klar werden, dass deine Nahrung der Treibstoff ist, mit dem du funktionierst. In dein teures Auto kippst du ja auch nicht irgendein Billigöl.



Bist du sauer?...

Keine Sorge – ich will dir hier keine schlechte Laune unterstellen. Ich meine das ganz wortwörtlich.Sauer bist du, wenn der PH-Wert von Körperzellen und Organen niedriger liegt als 7.

Säure entsteht im Körper unter anderem dadurch, dass sehr eiweißreiche Nahrung verstoffwechselt wird. Dafür verantwortlich sind die Nieren und die haben in jungen Jahren meistens keine Problem damit. Das kann sich später ändern – die Dinger werden schließlich auch älter und anfälliger. Die Folge ist dann eine chronische Übersäuerung des ganzen Organismus. Das macht dich dann so richtig schlapp und antriebslos. Du hast auf nix mehr Bock – schon gar nicht auf Bewegung. Statt dessen liegst du lieber auf der Couch und frisst nach wie vor das falsche Zeugs, das dir nicht gut tut. Herzlich willkommen Übergewicht!

Was du dagegen tun kannst? Weg mit den Sauermachern! Das Gegenteil von sauer ist basisch. Jetzt brauchst du aber nicht denken, dass saure Lebensmittel sauer machen und milde Sachen basisch sind. Leider weit gefehlt. Zitronen zum Beispiel sind alles andere als sauer und ein warmes Glas Milch nicht basisch. Milch enthält viel Eiweiß und übersäuert daher den Körper. Ebenso Fleisch und Fisch im Übermaß. Fatalerweise kann sogar eine falsche Diät den Körper ungesund übersäuern. Nämlich dann, wenn beim Fettabbau sogenannte Ketosäuren entstehen. Wenn du wissen willst ob vielleicht bei dir eine solche Übersäuerung vorliegt, kannst du das ganz einfach mit Teststreifen aus der Apotheke herausfinden.

Kennst du eigentlich deinen BMI?...

„Meinen was bitteschön? Neues Auto oder Mountainbike oder was ist das? Nee – mit faul und bequem Autofahren ist jetzt nichts mehr. Biken darfst du gerne und so oft du willst. BMI hat aber mit BMW oder BMX nchts zu tun. Das ist die Abkürzung für Body-Mas-Index und bezeichnet eine Messzahl zur Bewertung deines Gewichts. Dazu teilst du dein Gewicht durch deine Körpergröße und nimmst das ganze zum Quadrat. Für Extremsportler und Muskleprotze eignet sich diese Methode nicht, weil die zu viel Muskelmasse haben und es dann zu einer Fehleinschätzung kommt.
Aber ich denke mal, das trifft auf dich gerade nicht zu – sonst würdest du diesen Text hier wohl nicht lesen. Wenn du faul bist, kannst du deinen BMI im Internet errechnen lassen. Aber faul ist ja ab heute nicht mehr und Training tut ja bekanntlich auch dem Oberstübchen gut. Das Ergebnis hast du jetzt vorliegen, denke ich mal. Lass mal sehen... Wenn du eine Frau bist, dann bist du bei einem Wert unter 19 untergewichtig, zwischen 19 und 24 völlig normal, ab 25 leicht und ab 31 stark übergewichtig. Als Mann bist du unter 20 zu sparrig, zwischen 20 und 25 normal und ab 26 zu dick. Ab 31 wird es dann bei den Herren der Schöpfung zum echt schweren Problem.
Neben deinem BMI solltest du aber auch deinen Taille-Hüfte-Quotienten mal berechnen. Der ist nämlich ebenfalls sehr wichtig um festzustellen, ob Unter-Normal oder Übergewicht vorliegt. Du lachst! Du bist dir sicher, dass du Übergewicht hast und vielleicht liegst du ja völlig richtig. Ich kann das von hier aus nicht beurteilen. Aber glaub mal – es gibt hunderttausende junger Dinger, die solche Wahrnehmungsstörungen haben und sich für fett halten, obwohl sie magersüchtig sind. Die Medien und Supermodels machen´s vor! Ich gehe mal davon aus (und ich hoffe es für dich) dass dein Problem nur die paar Pölsterchen zu viel sind und nicht der krankhafte Wunsch, deine Rippen vor dem Spiegel zählen zu können.
Damit gehörst du dann nämlich nicht in eine Abnehm-Kur, sondern zu einem guten Psychologen. Um deinen Taille-Hüfte-Quotienten zu berechnen findest du viele online-Rechner im Internet. Das ist dann super-einfach. Du gibst einfach deine Werte ein, also Taillenumfang, Hüftumfang und dein Geschlecht, klickst auf Errechnen und schon hast du das Ergebnis. Wenn du gut in Mathe bist und lieber selbst rechnest, sollst du das machen. Also hier die Rechnung: Der Taillenumfang in cm wird geteilt durch den Hüftumfang in cm. Alles klar soweit? Ist ja nicht wirklich schwer.



Hast du das Ergebnis? Wenn es unter 0,8 liegt und du bist eine Frau, dann bist du definitiv untergewichtig. Bei 0,8 bis 0,84 ist alles im grünen Bereich und ab 0,85 bist du zu schwer.
Bei Männern sieht es ganz leicht anders aus: Unter 0,9 bist du ein Spargeltarzan, bei 0,9 bis 0,99 völlig ok und ab 1,00 wird’s kritisch. Wenn du dich misst, dann mache das im Stehen. Im Sitzen wird das Ergebnis oft ungenau. Miss die schmalste Stelle deiner Taille, atme ganz normal und ziehe nicht den Bauch ein. Willst ja schließlich eine ehrliche Antwort und dich nicht selbst ankrücken, oder? Beim Hüftumfang nimmst du dann die Höhe, an der dein Allerwertester am ausladendsten ist. Dann schreib das Ergebnis mal auf, hänge es dir an den Spiegel und wiederhole das mindestens einmal in der Woche. Die alten Zettel behältst du natürlich als Vergleich. Jeder noch so kleine Erfolg wird dir Mut machen. Dann hast du es schwarz auf weiß.
Apfel oder Birne?
Ist egal? Beides gesund, sagst du?
Stimmt leider nicht so ganz. Als Obst ist beides gesund und was du persönlich bevorzugst ist tatsächlich reine Geschmackssache. Ich meine hier aber was anderes.
Vielleicht ist dir ja schon mal aufgefallen, dass unterschiedliche Typen unterschiedlich Fett ansetzten. Bei den einen verteilen sich die Polster hauptsächlich auf Bauch, Oberschenkel, Hüften und Po. Die meisten Frauen neigen zu dieser Veranlagung. Typisch männlich ist dagegen der dicke Bauch, während Beine, Po und Hüften relativ schlank bleiben. Natürlich nimmt man auch im Gesicht, am Hals und an den Schultern, Oberarmen und so zu, aber der hauptsächliche Anteil findet sich halt so wie eich es dir gerade beschriebenen habe. Mischformen zwischen den Typen sind natürlich auch möglich. Was das jetzt mit Äpfeln und Birnen zu tun hat?
Wenn du dir die typisch weibliche Form jetzt mal so richtig stark übertreiben vorstellst, dass erkennst du mit etwas Phantasie im Po eine Birnenform, bei der männlichen Variante ist es der Apfelpo. Der Apfelpo mag rein äußerlich knackiger, praller und ansehnlicher wirken und ist tatsächlich die Wunschform der meisten Menschen. Egal ob Mann oder Frau.
Allerdings hat diese Form beim Zunehmen auch deutliche Nachteile im Hinblick auf die Gesundheit. Beim Birnentyp liegen die Fettpolster überwiegend in den äußeren Körperregionen, also unter der Haut in den dafür vorgesehenen Depots. Sie sind da schwer zu bekämpfen und führen zu den als unschön empfundenen Dellen in der Hautoberfläche. Nicht so toll... Beim Apfeltyp aber sammelt sich das Fett nicht nur unter der Bauchhaut, sondern auch in den Organen. Die verfetten dann nämlich auch und das ist sehr viel ungesünder als die Verteilung auf den ganzen Körper. Dieser Typ erleidet viel häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen als der Birnentyp. Welchem Typ du angehörst, kannst du dir nicht aussuchen. Aber du kannst entscheiden, ob du was dagegen unternimmst und was. Sport und eine gesunde, ausgewogene Ernährung sind die zwingenden Voraussetzung für einen erfolgreichen Gewichtsverlust. Das Ganze dann noch nach einem individuellen Plan zu gestalten, hilft dir den Yoyo-Effekt zu vermeiden.

Lecker essen - so kriegt dein Fett sein Fett weg...

gesundes, veganes Frühstück Dass du abnimmst, wenn du weniger Kalorien zu dir nimmst, als du verbrauchst, muss ich dir nicht erklären. Das ist logisch. Hört sich erst mal einfach an und ist es eigentlich auch. Wichtig ist aber , dass du genau analysierst, was du zu dir nimmst und was du besser weglässt. Obst und Gemüse kannst du in rauen Mengen zu dir nehmen. Schon eine Handvoll pro Mahlzeit oder einfach als Zwischenmahlzeit deckt deinen täglichen Bedarf an Vitaminen und Ballaststoffen. Gerade süßes Obst ist ein prima Ersatz für alle Süßigkeiten. Bedenke aber, dass auch die Süße im Obst natürlich Kalorien enthält. Fruchtzucker ist zwar gesünder als Rohrzucker, aber auch der macht dick. Zucker wird im Körper in Fett umgewandelt und lagert sich in den entsprechenden Zellen ab.
Faustregel ist – je süßer das Obst, desto höher natürlich auch der Kalorienanteil. Beim Thema Fett gilt: Pflanzliches ist gesünder als tierisches. Auf tierische Fette kannst generell verzichten. Sie sind zwar hervorragende Geschmacksverstärker, aber leider auch sehr ungesund, hochkalorisch und fördern wie schon gesagt die Übersäuerung des Körpers. Bei den Fetten unterscheidet man zudem in gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Dabei sind die ungesättigten die wesentlich gesünderen. Ganz auf Fett kannst du während deiner Diät nicht verzichten. Gerade bestimmte Vitamine wie das Betacarotin in Möhren, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird und für einen schönen, braunen Teint sorgt, ist fettlöslich. Es stimmt allerdings nicht ganz, dass Betacarotin ohne Fett vom Körper gar nicht aufgenommen werden kann. Um es dem Körper aber mit so wenig Fett wie möglich so effektiv wie möglich zur Verfügung stellen zu können, musst du Gemüse vor dem Verzehr sehr gründlich zerkleinern. Da du sicher die Möhren oder sonstiges Gemüse fast immer zusammen mit anderen Lebensmitteln zu dir nimmst, die selbst versteckte Fette enthalten, ist eine Extraportion Fett also völlig überflüssig.



Pflanzenöle haben es aber auch ansonsten in sich:
Rapsöl, Sonnenblumenöl, Leinöl, Walnussöl, Distelöl oder Olivenöl liefern vor allem ungesättigte Fettsäuren, die sich günstig auf die Blutfettwerte, unsere Zellen und Körperfunktionen auswirken. Sie enthalten wenig gesättigte Fette, die den Cholesterinspiegel erhöhen. Das macht Pflanzenöle gesünder als tierische Fette und unentbehrlich für die Versorgung unseres Körpers mit essentiellen Bausteinen. Mehr als 10 % deiner gesamten Energieaufnahme sollte aber die Fette nicht ausmachen. In hohen Mengen ist natürlich auch Pflanzenfett und Öl ungesund.
Als Beilagen empfehlen sich Salate in jeder Form. Um zu sättigen, kannst du gekochte Eier hinzufügen oder angebratene Sojastreifen. Benutze eine gute, teflonbeschichtete Pfanne. Dann brauchst du zum Braten so gut wie kein Fett. Die Hauptbestandteile deiner Gerichte können aus Kartoffeln oder Reis bestehen. Soße ist natürlich erst mal Tabu. Ebenso Ketchup oder Mayonnaise. Beide sind extreme Dickmacher.
Ausnahmen sind kalorienreduzierte Fonds aus dem Reformhaus. Wenn du auf Fleisch gar nicht verzichten kannst, dann nehme magere Geflügelschnitzel. Geflügel ist leichter verdaulich als Rind- oder Schweinefleisch und enthält deutlich weniger Kalorien. Zum Frühstück oder Abendessen gib deinen Zähnen mal ordentlich was zu beißen. Verdauung beginnt im Mund und je gründlicher du deine Nahrung kaust, desto besser für die Zähne und deinen Magen. Langsames und bewusstes Essen macht übrigens viel schneller satt als wahllosen runterschlingen. Nach etwa einer Viertelstunde setzt ein erstes natürliches Sättigungsgefühle ein – egal wie viel du in der Zeit gegessen hast! Knackiges Vollkornbrot ist ideal dafür und enthält zudem noch jede Menge Ballaststoffe. Es zwingt dich regelrecht dazu, langsam und bedächtig zu essen.
Als Belag eignet sich anstelle von Butter oder Margarine ganz hervorragend Avocadomus. Mir schmeckt da sogar zusammen mit etwas Marmelade oder Apfelkompott. Probiers´ mal aus! Supergesund ist es obendrein. Als Getränke kannst du ungesüßte Tees, Gemüsesäfte und Fruchtsäfte trinken so viel du magst. Milch ist kein Getränk und enthält tierische, gesättigte Fettsäuren und ist daher für eine Diät nur in Maßen zu empfehlen. Vorsicht ist auch bei Light-Produkten angebracht. Die sind zwar extra zur Gewichtsreduktion auf den Markt gebracht worden und natürlich enthalten sie viel weniger Kalorien, als normale Lebensmittel gleicher Menge. Wenn du sie aber nicht sehr diszipliniert verwendest, verführen sie dazu, einfach mehr zu essen und dann kommst du wieder auf die gleiche Kalorienanzahl als würdest du essen wie gewohnt.
Vielleicht sagst du jetzt: Ich habe nicht erst seit gestern den Wunsch abzunehmen und in Sachen Ernährung bin ich bereits Experte! Die Sache mit den Kalorien,Vitaminen und Ernährungswissenschaften kann ich dir schon auswendig im Schlaf herunter beten. Was ich von dir hören will ist, wie ich denn nun wirklich all mein Wissen anwenden kann und dauerhaft abnehme!“ Gratulation! Genau das wollte ich hören! Wenn du schon so weit bist, hast du schon echt viel dafür getan. Trotzdem – eine wichtige Sache muss ich dir noch sagen...



Du brauchst ein Konzept...

Es bringt in den allermeisten Fällen herzlich wenig, sich einfach zu sagen“Ab Morgen fresse ich weniger und bewege mich halt mal etwas mehr“. Ist zwar schon mal ein guter Vorsatz, reicht aber nicht. Was du brauchst ist ein Konzept.
Abnehmen bedeutet nämlich viel, viel mehr als nur weniger und vernünftiger zu essen und Sport zu treiben. Du musst deine Essgewohnheiten komplett ändern und Zeiten einplanen, an denen du dann tatsächlich und regelmäßig Sport machst. Schließlich willst du ja nicht nur den schnellen Erfolg, sondern dein Wunschgewicht auch über lange Zeit halten. Durch den Yoyo-Effekt ist es enorm schwierig, wenn nicht sogar unmöglich auf Dauer schlank zu bleiben, wenn man in alte Gewohnheiten zurückfällt und undiszipliniert isst.
Da Essen aber auch ganz viel mit Gewohnheit zu tun hat, ist es neben der Reduktion von Speisen ebenso wichtig schlechte Angewohnheiten zu ändern. Das ist genau so wie mit dem Rauchen. Wenn du nach dem Frühstück die erste Zigarette rauchst und willst dir das abgewöhnen, dann klappt das nur, wenn du die Situation änderst. Gefrühstückt wird also in Zukunft entweder zu einem anderen Zeitpunkt oder an einem anderen Ort. Du musst halt ändern, was die Macht der Gewohnheit bei dir auslöst.
Mit dem Essen ist es ganz oft genau so. Wir essen in den seltensten Fällen weil wir wirklich hungrig sind. Wir essen vielmehr, weil wir einfach gewohnt sind, an bestimmten Orten zu bestimmten Zeiten bestimmte Dinge zu essen. Wenn du in der Mittagspause regelmäßig in die Pommesbude rennst, dann rennst du ab sofort halt ne´Runde um den Block und isst den Salat, den du dir von Zuhause mitgebracht hast.
Du siehst es sicher schon:
Ohne Plan ist so etwas nicht wirklich möglich und eigentlich nur eines: Planlos – im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn du jetzt sagst: „Oh Scheiße – so anstrengend hatte ich mir das nicht vorgestellt! Das muss ich mir erst noch mal gründlich überlegen...“, dann kann ich dir nur sagen: Okay, überlege es dir noch mal. Dann ist nämlich ganz offensichtlich dein Wunsch abzunehmen nicht so stark wie deine Freude am Essen.
Ist ja auch völlig in Ordnung so. Nur wir beide kommen dann hier sicher nicht weiter. Ich gehe jetzt aber mal davon aus, dass du es mit dem Abnehmen so richtig dolle ernst meinst und nur noch den passenden Plan für dich brauchst.



Ab heute alles nach Plan...

Schauen wir mal...dazu müssen wir erst mal herausfinden, was für ein Typ du eigentlich bist. Ich habe dir schon gesagt, dass deine Diät auch ganz individuell auf dich abgestimmt sein sollte. Nicht nur das, was du isst, oder in Zukunft nicht mehr isst, sondern auch die Menge und die Häufigkeit deiner Portionen und dein Fitnessprogramm.
Das alles muss bei der Erstellung des Ernährungsplanes bedacht werden. Natürlich auch, dass du für Feste und Feiern mal keine Diät einhalten möchtest.

Wie so ein Plan denn aussehen könnte, zeige ich dir mal hier: Egal wie dein individueller Plan aussieht, eines ist immer gleich - dein Wochenplan passt sich deinem Alltag an. Also angenommen du bist berufstätiger Single und isst Mittags immer außer Haus. Auch wenn du nicht selbst einkaufst und kochst hast du natürlich die Möglichkeit entsprechende Speisen auszuwählen, die kalorienarm sind. Achte auf versteckte Fette und Zucker und lasse dir nötigenfalls von der Bedienung eine Zutatenliste geben.
Nudeln, Klöße, Pommes oder Kroketten kannst du ersetzten durch Reis, Salzkartoffeln, oder Hülsenfrüchte. Habe ich dir schon gesagt. Konzentriere dich auf die Beilagen. Auch Salate ohne schwere Dressings schmecken gut und machen satt. Am Feierabend planst du ein Fitnessprogramm ein. Wenn es dir allein an Überwindung fehlt und du nicht so gern auf die Joggingstrecke gehen magst, melde dich in einem Studio an, wo man dir außerdem viele Tipps zeigt um Bauch, Beine, Hüfte und andere Problemzonen mit gezielten Übungen wieder in den Griff zu bekommen.
Muss ja nicht jeden Tag sein. Anfangs reicht zweimal in der Woche. Wenn du besser geworden bist und nicht mehr ganz so schnell aus der Puste kommst, kannst du dich gerne steigern.
Abends vor dem Fernseher ersetzt durch die Chips durch Rohkost. Kohlrabi und Gurken eignen sich zum Knabbern ebenso gut und sind gesund. Ein Gläschen Wein darf sein, wenn er trocken ist. Bier solltest du aber lieber nicht trinken. Wenn du wenig Zeit zum Kochen hast, dann geht es generell auch mit Fertiggerichten. Aber achte dann auf kalorienreduzierte Produkte. Die sind in der Regel ebenfalls sehr lecker und enthalten alles was du brauchst. Eine Gefahr bei allen Diätgerichten und Light-Produkten besteht allerdings darin, dass man gern mal ein zweite Portion nachnimmt und dann auf die gleiche Kalorienzahl kommt wie bei einem herkömmlichen Essen. Darfst du nie vergessen dabei! Das erfordert Disziplin und Kraft. Aber ich habe dir ja nicht versprochen, dass es ein Zuckerschlecken wird. Ganz und gar nicht...



Als Hausfrau und Mutter sieht dein Tagesablauf völlig anders aus. Frühstück fällt bei dir wahrscheinlich eher spärlich aus, weil du schon am frühen Morgen vor lauter Hektik gar nicht dazu kommst. Da muss es dann erst mal die Tasse Kaffee tun, bis der Nachwuchs gefüttert ist.
Denke mal nicht, dass du automatisch schlank bleiben müsstest, nur weil du ständig für deine Familie am Rennen bist. Hektik und Stress führen zu einer schlechteren Stoffwechseltätigkeit und dadurch allein nimmst du kein Gramm ab. Nehme dir bewusst eine Auszeit von Kindern, Mann und Haushalt und plane Sport ein, wenn du nicht ständig wieder einen Termin im Nacken sitzen hast.
Wenn du eine Familie zu versorgen hast, ist für dich vielleicht eher der Vormittag der beste Zeitpunkt um etwas Sport zu machen. Wenn die Kleinen in der Schule oder im Kindergarten sind, hast du bis zum Mittagessen die meiste Ruhe, dich um dich zu kümmern. Natürlich kannst du Gymnastik auch mit der Hausarbeit verbinden. 30 Minuten Staubsaugen verbraucht 120 Kalorien und Fensterputzen fast genau so viel!
Wenn du gewöhnt bist im Laufe des Vormittags das Frühstück nachzuholen, dann mache das ruhig. Man soll nicht alle Gewohnheiten sofort und komplett ändern. Achte aber darauf, dass dein erstes Mahl aus Obst und ungesüßten Säften besteht. Auch der Kaffee schmeckt ohne Zucker und mit fettarmer Milch ganz gut. Ersetze Brötchen und Weißbrot durch Knäckebrot oder Vollkorn und verzichte auf dickmachende Produkte wie Käse, Butter und Wurst.
Um deinen Bedarf nach pikanten Aufstrichen zu decken, kannst du es mit vegetarischen Pasten versuchen und Marmelade ersetzt du durch Kompott. Wenn du es einrichten kannst, laufe zur Schule und zum Kindergarten um die Kinder wieder abzuholen, oder auch zum Einkaufen. Lasse den Wagen so oft es geht in der Garage. Als Hausfrau hast du es natürlich in der Hand, was du kochst. Das ist der Idealfall und kommt heute leider kaum noch vor. Überlege aber nicht erst während des Einkaufs, was du gerne zubereiten würdest und schon gar nicht auf hungrigem Magen! Dann kauft man fast immer viel mehr und viel kalorienreichere Lebensmittel ein, als wenn man direkt nach einer Mahlzeit (in deinem Falle nach dem Frühstück) mit einer vorbereiteten Liste einkaufen geht.
Auch hier wählst du vorrangig natürlich Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Kartoffel, Reis und Getreideprodukte. Jede Mahlzeit sollte durch Rohkost ergänzt werden. Auf Fleisch hingegen kannst du wie gesagt getrost verzichten. Das tut übrigens nicht nur dir gut, sondern auch dem Nachwuchs. Wenn du eine Diät machst, musst du nicht zwangsläufig für dich und den Rest der Familie unterschiedliche Gerichte kochen. Auch ein leckerer Nachtisch darf sein, wenn er aus magerem Quark und etwas Obst besteht und die Portion nicht zu groß ist.

Vielleicht trifft das alles aber gar nicht auf dich zu, denn du lebst zu zweit, gehst halbtags arbeiten und teilst Tisch und Bett mit deinem oder deiner Liebsten. Wenn ihr beide ein paar Pölsterchen zuviel habt, ist es natürlich ideal, wenn ihr die Diät zusammen macht . Das fällt viel leichter, als wenn man so etwas allein in Angriff nehmen muss und immer nur zusehen muss, wie der andere sich die fetten Schnitzel und Kuchen schmecken lässt, während einem selbst nur das Wasser im Munde zusammen läuft. Geht ehrlich gesagt auch selten gut. Bei keiner anderen Diät ist die Rückfallquote so hoch. Wenn ihr es aber zusammen macht, könnt ihr euch prima gegenseitig motivieren. Ihr könnt sogar in einen kleinen Konkurrenzkampf treten. Auch das spornt an.

Ihr könnt zusammen im Wohnzimmer eine dieser echt gelungenen Aerobikanleitungen auf YouTube mitmachen und danach entspannt in den Feierabend starten. Ihr könnt zusammen kochen und die neusten Trends der Diätküche ausprobieren. Denke daran: geteiltes Leid ist halbes Leid - geteilte Freude, doppelte Freude. Wenn ihr noch dazu gerade schwer verliebt seid, dann kann ich euch beide echt nur noch herzlich beglückwünschen! Beim Sex verliert man bis zu 200 Kalorien – so viel wie nach einer schnellen Runde um den Sportplatz!



Morgenstund´ hat Gold im Mund...

Das mit der Motivation und dem Ernährungsplan hätten wir also geklärt. Das mit dem gesunden Essen auch erst mal – aber da komme ich trotzdem im nächsten Kapitel noch mal drauf zu sprechen. Essen hat nicht nur mit Nahrungsaufnahme zu tun, wenn wir Hunger haben. Unser Nahrungsangebot ist so reichhaltig, dass wir auch essen, wenn wir eigentlich gar keinen Hunger mehr haben. Wenn uns langweilig ist, oder auch einfach, weil wir gewohnt sind, immer zu einer bestimmten Uhrzeit etwas zu essen.
Unsere Vorratsschränke sind immer voll und solange etwas da ist, essen wir es auch. Folge: Wir essen zu viel, zu ungesund und bewegen uns zu wenig. Dagegen anzugehen, erfordert ganz schön viel Überwindung und ist richtig anstrengend.
Woran das liegt? Daran sind eigentlich unsere Gene Schuld. In grauer Vorzeit, als es noch gar nicht so viel zu Futtern gab und man für jeden Bissen weit laufen oder auf die Jagd gehen musste, da war dieses Prinzip sich möglichst wenig zu bewegen echt sinnvoll! Die Devise lautete: Iss was dir zwischen die Zähne kommt und verbrauche die kostbaren, Energie spendenden Kalorien nicht durch blödes in der Gegend Rumrennen.
Das war ein praktisches Überlebensprinzip in diesen mageren Zeiten. Dadurch verbrauchten unsere Vorfahren so wenig Energie wie möglich und vermieden damit, sich unnötig zu verausgaben. Wir brauchen das heute längst nicht mehr. Bei uns verhungert niemand. Trotzdem ist uns diese Eigenschaft aber geblieben. Wir essen so viel wie möglich und bewegen uns so wenig wie möglich.

Fatalerweise geht uns das Gefühl wirklich satt zu sein dabei auch noch nach und nach verloren. So geraten wir echt in einen richtigen Teufelskreis aus Fressen und Rumsitzen. Sorry, das ich dir das hier mal in aller Deutlichkeit so an den Kopf knalle. Es ist wirklich wichtig, dass du das alles weißt, denn dann fällt es dir wesentlich leichter, dein eigenes Essverhalten einzuschätzen.
Beginne mit einem ausgewogenem Frühstück und beende die Nahrungsaufnahme so gegen sechs Uhr abends mit einem letzten leichten Snack. Dann kannst du besser schlafen und dein Körper kann während der Nachtruhe entspannen und ist nicht noch mit Verdauung beschäftigt. Dass man durch spätes Essen mehr Speck ansetzt ist zwar Quatsch, aber tatsächlich verbrennst du mehr Fett, je mehr zeitlicher Abstand zwischen den einzelnen Mahlzeiten liegt. Wenn du also sehr früh frühstückst, solltest du auch früh zu Abend essen. Lasse dich nicht durch ständige Kontrolle und das lästige Kalorienzählen verunsichern. Das gehört zwar am Rande auch dazu – ist klar – aber mal ganz ehrlich: Wenn du ein gesundes Essverhalten erlernt hat und deinen Lebensrhythmus und deine Lebensfreude stimmt, dann klappt das mit dem Abnehmen viel besser als jede Modediät dir das vormachen könnte.



Essen hält Leib und Seele zusammen...

Die Nahrung, die dein Körper braucht, ist gesund und lecker. Nahrung – hört sich erst mal gar nicht lecker an, ich weiß. Kennen wir ja auch alle schon aus Kindertagen: Was so richtig gesund ist, schmeckt meistens nicht besonders...
Das stimmt aber nur zum Teil. Wir leben und essen fast alle nach dem Motto: „Wat der Buer nich kennt, dat frett er nich“. Ausnahmen bestätigen zwar diese Regel – wir probieren ganz gerne auch mal fremde Gerichte und gucken mal über den eigenen Tellerrand hinaus was die Nachbarländer so alles an kulinarischen Köstlichkeiten zu bieten haben. Im Großen und Ganzen aber ernähren wir uns zeitlebens überwiegend von dem, was wir in frühester Kindheit schon auf den Teller bekommen haben. Und das was wir immer essen, das schmeckt uns irgendwann auch.
Was lernen wir daraus? Falsche Essgewohnheiten, die wir als Kind schon so erlernt hatten, müssen wir erst mal wieder abgewöhnen. Und damit sind wir dann schon wieder bei der leidigen Sache mit der Motivation und den Änderungen unserer liebgewordenen Angewohnheiten.
Okay – ich fange jetzt nicht schon wieder davon an. Bin ja schon ruhig. Mache jetzt nicht den Fehler und fange übereifrig an mit dem Abnehmen. Eine Nulldiät oder der Verzicht auf jedes Gramm Fett oder Zucker bringt zwar erst mal schnellen Erfolg. Dafür hält er meistens aber auch nicht lange. Ungesund ist das außerdem.

Wer nach Plan abnimmt, reduziert sein Gewicht sehr viel langsamer, aber dafür dauerhafter und vermindert das Risiko des ungeliebten Yoyo-Effekts. Eine sehr frühe Diätmethode aus den siebziger Jahren war das sogenannte FDH - Friss die Hälfte. Dieses Motto ist sicher heute noch viel erfolgreicher als alle nachfolgenden Modediäten, die versprachen durch das Weglassen bestimmter Nahrungsmittel oder das Essen nur noch eines einziges Nahrungsmittels schnell und problemlos an Gewicht zu verlieren. Was also wirklich zum Erfolg führt ist die Reduzierung von tierischem und pflanzlichem Fett und Zucker und der Portionsgröße insgesamt. Sicher haben alle Diäten so ihre speziellen Vorteile und auch Nachteile. Was für dich am günstigsten ist, musst du selbst herausfinden. Wichtig ist dabei: wer langfristig Erfolg haben will, muss eine Ernährung finden die zur dauerhaften Ernährung geeignet ist. Sie muss also alle Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Ballaststoffe enthalten, die du brauchst um fit und gesund zu bleiben. Sie darf auch nicht so aufwendig sein, dass du schon nach kurzer Zeit die Lust daran verlierst. Aus dem gleichen Grund muss sie auch in deinen persönlichen Alltag passen. Idealerweise kommt deine Diät auch ohne Light-Produkte und Nahrungsergänzungsmittel aus und schmeckt außerdem auch noch.
Die ideale Diät ist also nicht nur kalorienarm und gesund, sondern auch schmackhaft und macht Spaß!



Bewegung ist das A und O...

Da erzähle ich dir nichts Neues. Ich fasse mich daher auch kurz mit diesem Kapitel. Drum herum kommst du aber nicht. Auch wenn es hier das Letzte ist, was ich dir noch zu sagen habe.
Was du erlernen sollst, ist ja Freude an allem was du tust. Und zur Lebensfreude gehört Bewegung ganz automatisch und untrennbar dazu. Hast du vielleicht schon mal gesehen, wenn Kühe nach der langen Wintersaison im Stall endlich zurück auf die Weide dürfen. Die springen wie verrückt herum vor lauter Freude und Bewegungsdrang. Die können dann von morgens bis abends fressen und werden auch nicht fett davon. Blöder Vergleich . Ich weiß. Ist aber trotzdem was dran!
Wenn du ein sehr unsportlicher Mensch bist, dann empfindest du anfangs vielleicht sogar einen einstündigen Marsch als anstrengend und hast danach das Gefühl, sehr viel Energie verbraucht zu haben.

Lasse dich nicht entmutigen, wenn die ersten Übungen dir so viel abverlangen, dass du am liebsten aufgeben möchtest.
Mit jedem Gramm das du abnimmst wirst du fitter. Je schlanker du wirst, desto größer wird auch dein natürlicher Bewegungsdrang. Wenn du durchhältst und auch in schwierigen Zeiten bei der Stange bleibst, dann wirst du also nicht nur mit einem schlankeren, strafferen und fitteren Körper belohnt, sondern auch mit einem ganz neuen Lebensgefühl, das sich auch auf deine Psyche positiv auswirkt.
Im Klartext heißt das – wenn du zum Beispiel etwa 80 Kilo auf die Waage bringst bei einer Größe von 1,70 Metern und eine halbe Stunde Aerobic machst, dann hast du etwa 220 Kalorien verbrannt.
Ganz schön viel Anstrengung für ein kleines Stückchen Torte, nicht wahr? Ok – ich lass das jetzt wieder mit dem Kalorien vorrechnen. Das macht keinen Spaß!

Aber gerade, wenn du keine totale Sportskanone bist, sollst du solche großen Anstrengungen am Anfang ja gar nicht machen. Achte darauf, dass Bewegung und Ernährung sich die Waage halten. - dann tut es auch die Waage zuhause!
Langsames, aber regelmäßiges Fahrradfahren bringts auch.
Also lasse in Zukunft den Wagen so oft es geht in der Garage, und schwing´ dich auf den Sattel. Laufe, was das Zeug hält aber ohne dich zu überfordern.
Versuche nicht kurzfristig neue Rekorde aufzustellen, sondern halte deinen Plan vom neuen, leichten Leben konsequent durch. Damit schlägst du dem Yoyo-Effekt für alle Zeiten ein Schnippchen.

Die Feste feiern wie sie fallen und die Leichtigkeit des Seins...

Kann denn Liebe Sünde sein? Sicher nicht! Auch nicht die Liebe zu den süßen Dingen im Leben.
Gerade zum Geburtstag oder zu Weihnachten auf das Stück Torte, das Glas Wein und den leckeren Braten zu verzichten, ist grausam. Askese hat mit Lebensfreude nichts zu tun und du wirst sie daher auch nicht durchhalten. Jedenfalls nicht auf Dauer. Also – ich sag´s dir noch mal: Freu´ dich des Lebens. Treib´es ruhig mal wild und laut und unersättlich! Im wahrsten Sinne des Wortes! Genieße was dir über den Weg läuft und koste alles voll aus!
Und wenn du dann das Gefühl hast, dass du von all den wunderbaren Dingen im Leben den Hals nicht voll kriegen kannst, dann machst du alles richtig. Dann hast du es geschafft. Du nimmst das Leben leicht!



zurück nach oben